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Krankenkassen-Warnung. Zeitarbeit macht krank
Von: Admin
05.12.2012 - 20:05 Uhr
Heute hier, morgen dort - Leiharbeit belastet Arbeitnehmer oft stärker als ein fester Arbeitsplatz. Die Folge: mehr Krankheitstage als bei allen anderen Beschäftigten. Auf diesen Zusammenhang macht nun eine große Krankenkasse aufmerksam. Dabei sind nicht nur nervliche Probleme zu beobachten.
Info
Zeitarbeit schadet der Gesundheit der Beschäftigten. Im vergangenen Jahr war jeder Leiharbeiter in Deutschland durchschnittlich 15 Tage krank geschrieben und damit mehr als andere Arbeitnehmer. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Beschäftigte in anderen Branchen hatten im Schnitt gut 3,5 Kranktage weniger.
Als Hauptursache für die höheren Fehlzeiten von Zeitarbeitern nennt die Krankenkasse die oftmals körperlich belastenden Jobs. Zu einem Drittel liege die Ursache aber nicht an den einzelnen Tätigkeiten, sondern in der Zeitarbeit selbst. Arbeitsplatzunsicherheit, mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten, die Wechsel der Einsatzorte und die Entlohnung auf der Basis von Mindestlöhnen gingen offenkundig "auf die Nerven und auf die Knochen".
Das spiegelt sich laut der TK-Erhebung auch in den Krankheitsdaten wider. Muskel-Skelett-Erkrankungen sind demnach Spitzenreiter bei den Diagnosen unter Zeitarbeitern. Sie verursachten 2010 pro Kopf 3,4 Fehltage. Auch psychische Störungen gehören zu den Hauptursachen für Fehlzeiten. 2010 meldete sich jeder Zeitarbeiter im Durchschnitt knapp zwei Tage psychisch bedingt arbeitsunfähig. Binnen zwei Jahren stiegen die Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen um zwölf Prozent.
Quelle:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/krankenkassen-warnung-zeitarbeit-macht-krank-a-774082.html
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Viele Zeitarbeitnehmer erhalten seit November mehr Geld.
Von: Admin
05.12.2012 - 19:44 Uhr
Wenn zwei Arbeitnehmer nebeneinander am Fließband stehen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch das Gleiche verdienen. „Zeitarbeit“ heißt das Zauberwort, mit dessen Hilfe sich Unternehmen flexibel Mitarbeiter einkaufen können - in der Industrie meist zu weit niedrigeren Löhnen als die Stammbelegschaft. Die Gewerkschaften gehen gegen diese Ungleichbehandlung schon seit Jahren auf die Barrikaden, inzwischen zumindest teilweise mit Erfolg. In der Metall- und Elektroindustrie und in der Chemiebranche hat sich diese Gehaltslücke am Donnerstag deutlich geschlossen: Seit Anfang November erhalten auch die Leiharbeitnehmer nicht nur den Tariflohn aus dem Zeitarbeitstarifvertrag, sondern beginnend nach sechs Wochen Einsatzdauer auch Zuschläge, die die Lohnlücke zu den Kollegen aus der Stammbelegschaft schließen.
Mehr lesen:
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/recht-und-gehalt/zeitarbeit-mehr-lohn-aber-richtig-11946452.html
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